Akne & Hautmikrobiom: Welche Rolle Bakterien spielen

Akne & Hautmikrobiom: Welche Rolle Bakterien spielen

Akne durch Bakterien? Welche Rolle das Hautmikrobiom spielt

Akne wird häufig mit einem bestimmten Bakterium in Verbindung gebracht: Cutibacterium acnes.

Der Name scheint die Erklärung bereits zu liefern. Ein Bakterium, das „acnes“ heißt – also müssen Bakterien die Ursache der Pickel sein.

Ganz so einfach ist es jedoch nicht.

Denn Cutibacterium acnes lebt auch auf vollkommen gesunder Haut. Es gehört zum natürlichen Hautmikrobiom und ist bei fast allen Erwachsenen in den talgreichen Bereichen der Haut zu finden.

Die spannendere Frage lautet deshalb nicht:

„Habe ich Aknebakterien auf meiner Haut?“

Sondern:

„Welche Bakterien leben dort, und in welchem Verhältnis zueinander?“

Neuere Forschung verändert damit unseren Blick auf Akne. Statt nur einzelne Bakterien zu betrachten, rückt zunehmend das mikrobielle Gleichgewicht der Haut in den Mittelpunkt.


Was ist das Hautmikrobiom?

Unsere Haut ist nicht steril.

Auf ihrer Oberfläche und in den Haarfollikeln leben Milliarden von Mikroorganismen – darunter Bakterien, Pilze und Viren. Gemeinsam bilden sie das sogenannte Hautmikrobiom.

Diese Mikroorganismen sind nicht automatisch schädlich.

Im Gegenteil: Ein stabiles Mikrobiom ist Teil der natürlichen Schutzfunktion der Haut. Hautkeime können mit anderen Mikroorganismen um Lebensraum konkurrieren, den pH-Wert beeinflussen und mit unserem Immunsystem kommunizieren.

Das Mikrobiom bildet damit gemeinsam mit der Hautbarriere ein komplexes Schutzsystem.

Gerät dieses System aus dem Gleichgewicht, spricht man von einer Dysbiose.

Und genau diese Dysbiose scheint bei Akne eine wichtigere Rolle zu spielen, als lange angenommen wurde.


Ist Cutibacterium acnes also nicht die Ursache von Akne?

Cutibacterium acnes, früher Propionibacterium acnes genannt, spielt durchaus eine Rolle bei Akne.

Aber seine bloße Anwesenheit erklärt die Erkrankung nicht.

Das Bakterium lebt bevorzugt tief im Haarfollikel, wo wenig Sauerstoff und viel Talg vorhanden sind. Genau dort findet es ideale Lebensbedingungen.

Interessanterweise findet man C. acnes jedoch sowohl bei Menschen mit Akne als auch auf gesunder Haut.

Das bedeutet:

Nicht jedes Cutibacterium acnes verhält sich gleich.

Heute weiß man, dass innerhalb derselben Bakterienart unterschiedliche genetische Varianten existieren – sogenannte Phylotypen oder Stämme.

Einige davon werden häufiger bei Akne gefunden.

Andere kommen häufiger auf gesunder Haut vor.


Nicht zu viele Bakterien – sondern die falsche Balance?

Genau hier wird die Forschung besonders interessant.

Eine im August 2026 veröffentlichte Studie untersuchte verschiedene C.-acnes-Phylotypen bei Menschen mit Akne und bei Personen mit gesunder Haut.

Das überraschende Ergebnis:

Auf gesunder Haut kamen unterschiedliche Phylotypen relativ ausgewogen nebeneinander vor.

Bei Akne dominierte dagegen der Phylotyp IA sehr deutlich.

Das Bemerkenswerte daran:

Die Forscher fanden nicht einfach viel mehr vom „Akne-assoziierten“ Phylotyp.

Vielmehr waren andere, häufiger mit gesunder Haut assoziierte Phylotypen deutlich reduziert.

Das Verhältnis verschob sich dadurch massiv.

In den untersuchten Akneproben war Phylotyp IA gegenüber den Phylotypen IB/II etwa 111-fach dominant.

Das verändert die Perspektive.

Vielleicht besteht das Problem bei Akne also nicht nur darin, dass ein bestimmtes Bakterium vorhanden ist.

Sondern auch darin, dass die mikrobielle Vielfalt innerhalb derselben Bakterienart verloren geht.


Akne ist trotzdem mehr als ein Mikrobiomproblem

So faszinierend diese Erkenntnisse sind: Akne lässt sich nicht allein über Bakterien erklären.

Nach heutigem Verständnis handelt es sich um eine chronisch-entzündliche Erkrankung der Talgdrüsenfollikel.

Mehrere Prozesse wirken dabei gleichzeitig zusammen:

  • Erhöhte Talgproduktion

  • Veränderte Verhornung im Haarfollikel

  • Bildung von Mikrokomedonen

  • Entzündliche Immunreaktionen

  • Genetische und hormonelle Faktoren

  • Veränderungen des Hautmikrobioms

Deshalb wäre es genauso falsch zu sagen „Akne hat nichts mit Bakterien zu tun“ wie zu behaupten „Bakterien verursachen Akne“.

Entscheidend ist das Zusammenspiel.


Warum kann sich das Mikrobiom bei Akne verändern?

Ein Hautmikrobiom existiert nie unabhängig von seiner Umgebung.

Verändert sich die Haut, verändern sich auch die Lebensbedingungen der Mikroorganismen.

Mehr Talg

C. acnes fühlt sich besonders in talgreichen Haarfollikeln wohl.

Eine erhöhte Talgproduktion kann deshalb die Bedingungen innerhalb des Follikels verändern und bestimmte mikrobielle Populationen begünstigen.

Verhornungsstörungen

Bei Akne werden Hornzellen im Follikel nicht normal abgestoßen.

Sie können sich zusammen mit Talg ansammeln und einen Mikrokomedo bilden – die mikroskopisch kleine Vorstufe vieler Akneeffloreszenzen.

Auch dadurch verändert sich das Milieu innerhalb des Follikels.

Entzündung

Bakterien und Immunsystem kommunizieren miteinander.

Bestimmte C.-acnes-Stämme können entzündliche Signalwege stärker aktivieren als andere.

Unter anderem werden dabei Signalwege über Toll-like-Rezeptoren sowie verschiedene entzündungsfördernde Zytokine diskutiert.

Es geht also nicht nur darum, welches Bakterium vorhanden ist, sondern auch darum, wie unsere Haut auf dieses Bakterium reagiert.

Eine gestörte Hautbarriere

Auch die Hautbarriere und das Mikrobiom beeinflussen sich gegenseitig.

Eine beeinträchtigte Barriere verändert unter anderem Feuchtigkeit, Lipide und lokale Bedingungen auf der Haut.

Gleichzeitig können Mikroorganismen wiederum Prozesse beeinflussen, die für eine funktionierende Hautbarriere wichtig sind.

Aknehaut braucht deshalb nicht automatisch eine möglichst aggressive oder stark entfettende Pflege.


Warum „Bakterien abtöten“ nicht das einzige Ziel sein kann

Wer Akne mit Bakterien verbindet, kommt schnell zu der Schlussfolgerung:

Dann müssen möglichst viele Bakterien entfernt werden.

Das greift zu kurz.

Denn unsere Haut braucht ihr Mikrobiom.

Das therapeutische Ziel kann daher nicht darin bestehen, die Haut dauerhaft möglichst keimfrei zu machen.

Auch bei Antibiotika ist dieser Punkt relevant.

Antibiotische Aknetherapien können medizinisch sinnvoll sein, gleichzeitig stellt die Entwicklung bakterieller Resistenzen seit Jahren ein wichtiges Thema in der Aknebehandlung dar.

Moderne Aknetherapie versucht deshalb, Antibiotika gezielt und entsprechend dermatologischer Leitlinien einzusetzen.

Andere etablierte Therapieoptionen wie Benzoylperoxid, Retinoide oder Azelainsäure setzen an unterschiedlichen Mechanismen der Akneentstehung an.

Welche Behandlung geeignet ist, hängt von Form und Schweregrad der Akne ab.


Kann Hautpflege das Mikrobiom „wieder ins Gleichgewicht bringen“?

Hier lohnt sich etwas Vorsicht.

Begriffe wie „microbiome friendly“, Präbiotika, Probiotika und Postbiotika sind in der Kosmetik inzwischen weit verbreitet.

Die Forschung zu mikrobiombasierten Strategien bei Akne entwickelt sich schnell.

Das bedeutet aber noch nicht, dass eine Creme das Hautmikrobiom gezielt „resetten“ kann.

Dafür ist das System zu komplex.

Eine sinnvolle Hautpflege kann jedoch die Bedingungen unterstützen, unter denen Hautbarriere und Mikrobiom funktionieren.

Dazu gehören insbesondere:

  • Milde Reinigung

  • Verzicht auf unnötig aggressive Tenside

  • Ausreichende Feuchtigkeitsversorgung

  • Unterstützung der Hautbarriere

  • Konsequenter UV-Schutz

  • Wirkstoffe nicht wahllos miteinander kombinieren


Was hilft bei zu Akne neigender Haut?

1. Die Haut nicht „sauber schrubben“

Akne entsteht nicht durch mangelnde Hygiene.

Sehr häufiges Waschen, aggressive Reinigung oder mechanische Peelings können die Haut zusätzlich reizen.

Eine milde Reinigung morgens und abends reicht in der Regel aus.

2. Die Hautbarriere mitdenken

Gerade medizinische Aknetherapien können Trockenheit, Spannungsgefühl oder Irritationen verursachen.

Eine gut abgestimmte Begleitpflege kann deshalb wichtig sein.

Inhaltsstoffe wie Niacinamid, Ceramide oder Hyaluronsäure können die Hautbarriere beziehungsweise Feuchtigkeitsversorgung unterstützen.

Dabei gilt:

Aknehaut braucht Feuchtigkeit – auch wenn sie gleichzeitig fettig erscheint.

3. Wirkstoffe gezielt statt möglichst viele einsetzen

Salicylsäure, Retinoide, Benzoylperoxid oder Azelainsäure haben unterschiedliche Aufgaben.

Mehrere hochaktive Produkte gleichzeitig zu verwenden, führt jedoch nicht automatisch zu einem besseren Ergebnis.

Im Gegenteil: Eine stark gereizte Haut kann empfindlicher reagieren und die konsequente Aknetherapie unnötig erschweren.

4. Sonnenschutz nicht vergessen

Entzündliche Akne kann nach dem Abheilen rote oder dunkle Flecken hinterlassen.

UV-Strahlung kann insbesondere postinflammatorische Pigmentierungen verstärken.

Ein täglicher, für den Hauttyp geeigneter Sonnenschutz gehört deshalb auch bei Akne zu einer sinnvollen Pflegeroutine.


Creyan Pflegeroutine bei unreiner und gleichzeitig empfindlicher Haut

Die Hautpflege ersetzt keine medizinische Aknetherapie. Sie kann die Haut jedoch begleitend unterstützen – insbesondere wenn die Haut durch aktive Wirkstoffe trocken oder empfindlich geworden ist.

Morgens

  1. Milde Reinigung – zur sanften Entfernung von Talg und Rückständen.

  2. Creyan Balancing Toner – zur sanften Vorbereitung auf die nachfolgende Pflege.

  3. Creyan Nutri Active 24H Cream – mit MSM und hautidentischen Lipiden zur Unterstützung der Hautbarriere und Feuchtigkeitsbalance.

  4. Creyan Daily Protection SPF 30 oder SPF 50 – zum täglichen Schutz vor UV-Strahlung.

Abends

  1. Milde Reinigung – zur schonenden Entfernung von Schmutz und überschüssigem Talg.

  2. Creyan Exfoliating Peel Solution – zur gezielten Exfoliation bei entsprechender Hautverträglichkeit, nicht zwangsläufig täglich.

  3. Bei Feuchtigkeitsmangel: Creyan Intense Hydrating Serum – mit Hyaluronsäure zur Unterstützung der Feuchtigkeitsversorgung.

  4. Eine an den individuellen Hautzustand angepasste Pflege.

Wer bereits dermatologische Wirkstoffe gegen Akne verwendet, sollte neue aktive Produkte schrittweise integrieren und die Kombination im Zweifel mit der behandelnden Hautärztin oder dem Hautarzt abstimmen.


Häufige Fehler bei Aknehaut

  • Das Gesicht mehrmals täglich aggressiv reinigen.

  • Pickel ausdrücken.

  • Alkoholhaltige oder stark entfettende Produkte verwenden, um die Haut „auszutrocknen“.

  • Mehrere Säuren und Retinoide gleichzeitig neu beginnen.

  • Fettige Haut automatisch mit gut hydrierter Haut gleichsetzen.

  • Antibiotika ohne klare dermatologische Strategie über längere Zeit verwenden.

  • Jeden Pickel ausschließlich als „Bakterienproblem“ betrachten.

Akne ist eine komplexe entzündliche Erkrankung. Entsprechend sollte auch die Pflege nicht nur auf einen einzelnen Faktor ausgerichtet sein.


Creyan Experten-Tipp

Versuchen Sie bei Akne nicht, Ihre Haut möglichst „bakterienfrei“ zu bekommen.

Das natürliche Hautmikrobiom ist Teil gesunder Haut.

Sinnvoller ist eine Pflegeroutine, die die Haut nicht unnötig reizt und ihre natürliche Barriere respektiert.

Bei entzündlicher, ausgeprägter oder länger bestehender Akne sollte Hautpflege jedoch nicht die einzige Maßnahme bleiben. Eine frühzeitige dermatologische Behandlung kann auch helfen, das Risiko bleibender Aknenarben zu reduzieren.


Wussten Sie schon?

Eine der interessantesten Aknestudien des Jahres 2026 zeigte etwas Unerwartetes.

Bei den untersuchten Aknepatienten war ein akneassoziierter C.-acnes-Phylotyp gegenüber zwei anderen Phylotypen etwa 111-fach dominant.

Der entscheidende Punkt:

Die Verschiebung entstand vor allem dadurch, dass die anderen Phylotypen stark reduziert waren – nicht dadurch, dass einfach wesentlich mehr des akneassoziierten Phylotyps vorhanden war.

Das ist ein wichtiger Unterschied.

Es unterstützt die Vorstellung, dass bei Akne möglicherweise nicht nur die Menge einzelner Bakterien, sondern das Verhältnis verschiedener Mikroorganismen und Stämme zueinander relevant ist.


Akne neu denken: vom Bakterium zum Ökosystem

Über Jahrzehnte wurde Cutibacterium acnes vor allem als Bakterium betrachtet, das bei Akne bekämpft werden muss.

Heute wird das Bild differenzierter.

C. acnes gehört zur normalen Haut.

Verschiedene Stämme können sich jedoch unterschiedlich verhalten. Gleichzeitig beeinflussen Talgproduktion, Verhornung, Immunsystem und Hautbarriere das Milieu, in dem diese Mikroorganismen leben.

Deshalb könnte die entscheidende Frage künftig weniger lauten:

„Wie entfernen wir Aknebakterien?“

Sondern:

„Was unterscheidet das mikrobielle Ökosystem gesunder Haut von dem einer Haut mit Akne?“

Genau hier setzt die moderne Mikrobiomforschung an.

Bei Creyan Skin System steht deshalb eine Pflege im Mittelpunkt, die nicht versucht, die Haut möglichst stark zu entfetten oder zu „sterilisieren“, sondern ihre natürlichen Funktionen respektiert und Hautbarriere und Feuchtigkeitsbalance unterstützt.


FAQ – Häufige Fragen zu Akne und dem Hautmikrobiom

Wird Akne durch Bakterien verursacht?

Nicht allein. Cutibacterium acnes ist an der Entstehung entzündlicher Akne beteiligt, kommt jedoch auch auf gesunder Haut vor. Akne entsteht durch das Zusammenspiel mehrerer Faktoren wie Talgproduktion, veränderter Verhornung, Entzündung, hormonellen Einflüssen und Veränderungen des Hautmikrobioms.

Hat jeder Mensch Cutibacterium acnes auf der Haut?

C. acnes gehört insbesondere in talgreichen Hautregionen zum normalen menschlichen Hautmikrobiom. Seine Anwesenheit allein bedeutet daher nicht, dass Akne entstehen muss.

Was bedeutet Dysbiose bei Akne?

Dysbiose beschreibt eine Veränderung des mikrobiellen Gleichgewichts. Bei Akne werden unter anderem Unterschiede in der Verteilung verschiedener C.-acnes-Phylotypen sowie Veränderungen weiterer Mikroorganismen untersucht.

Sind antibakterielle Produkte bei Akne sinnvoll?

Das hängt vom Produkt und von der Form der Akne ab. Etablierte Wirkstoffe wie Benzoylperoxid besitzen antimikrobielle Eigenschaften und werden gezielt in der Aknetherapie eingesetzt. Eine möglichst aggressive „Desinfektion“ der Haut ist dagegen weder notwendig noch sinnvoll.

Helfen Probiotika gegen Akne?

Pro-, Prä- und Postbiotika werden intensiv erforscht. Erste Ergebnisse sind interessant, die wissenschaftliche Evidenz reicht derzeit jedoch nicht aus, um jede als „probiotisch“ oder „mikrobiomfreundlich“ beworbene Hautpflege automatisch als Aknetherapie zu betrachten.

Kann falsche Hautpflege Akne verschlechtern?

Ungeeignete oder stark reizende Pflege kann die Hautbarriere belasten und Irritationen verstärken. Akne selbst hat jedoch meist mehrere Ursachen. Pflege sollte deshalb auf den Hautzustand abgestimmt und bei ausgeprägter Akne mit einer medizinischen Therapie kombiniert werden.

Wann sollte ich zum Hautarzt?

Bei ausgeprägter entzündlicher Akne, schmerzhaften Knoten, beginnenden Narben, anhaltender Akne oder deutlicher psychischer Belastung ist eine dermatologische Abklärung sinnvoll. Je früher schwere Akne angemessen behandelt wird, desto eher können bleibende Veränderungen vermieden werden.


Das Wichtigste auf einen Blick

Akne ist nicht einfach eine Infektion mit „schlechten Bakterien“.

Das häufig mit Akne in Verbindung gebrachte Cutibacterium acnes ist ein normaler Bewohner unserer Haut und kommt auch bei Menschen ohne Akne vor.

Neuere Forschung zeigt jedoch, dass sich bei Akne die Zusammensetzung verschiedener bakterieller Stämme verändern kann. Eine aktuelle Studie aus dem Jahr 2026 deutet sogar darauf hin, dass nicht unbedingt eine massive Zunahme eines einzelnen akneassoziierten Stammes entscheidend ist – sondern der Verlust anderer, mit gesunder Haut assoziierter Varianten.

Damit verschiebt sich der Blick vom einzelnen Bakterium hin zum mikrobiellen Gleichgewicht der Haut.

Talgproduktion, Verhornung, Immunsystem, Hautbarriere und Mikrobiom beeinflussen sich dabei gegenseitig.

Eine moderne Aknepflege sollte deshalb weder versuchen, die Haut möglichst stark auszutrocknen, noch sie „keimfrei“ zu machen.

Eine milde Reinigung, eine stabile Hautbarriere, ausreichend Feuchtigkeit, gezielt eingesetzte Wirkstoffe und konsequenter Sonnenschutz schaffen eine sinnvollere Grundlage.

Bei stärkerer Akne bleibt eine dermatologische Behandlung entscheidend.


Wissenschaftliche Quellen

  1. Feidenhansl, C., Rruci, E., Knödlseder, N., Lomholt, H. B. & Brüggemann, H. (2026). Differential Quantification of Cutibacterium acnes Phylotypes IA and IB/II on Healthy and Acne-Prone Human Skin. Experimental Dermatology, 35(8), e70347. DOI: 10.1111/exd.70347.

  2. Rocha, M. et al. (2026). A Global Delphi Consensus on Acne and the Microbiome: Integrating International Expertise for Innovative Prevention and Therapeutic Strategies. Pharmaceuticals, 19(5), 697. DOI: 10.3390/ph19050697.

  3. Podwojniak, A. et al. (2025). Acne and the cutaneous microbiome: A systematic review of mechanisms and implications for treatments. Journal of the European Academy of Dermatology and Venereology, 39(4), 793–805. DOI: 10.1111/jdv.20332.

  4. Dessinioti, C. & Katsambas, A. (2024). The Microbiome and Acne: Perspectives for Treatment. Dermatology and Therapy.

  5. Podrini, C. (2024). The Role of the Skin Microbiome in Acne: Challenges and Future Therapeutic Opportunities.

  6. Deutsche Dermatologische Gesellschaft (2026). S2k-Leitlinie Therapie der Akne. Aktualisierung vom 31.08.2026.

  7. Proksch, E., Brandner, J. M. & Jensen, J. M. (2008). The skin: an indispensable barrier. Experimental Dermatology, 17(12), 1063–1072.